Das wahrscheinlich beste Rindfleisch der Welt: Wagyū

Das Wagyū Rind gilt unter den Fleischliebhabern als einer der besten Fleischlieferanten. Wagyū bedeutet „japanisches Rind“. Rinder dieser Rasse werden inzwischen weltweit gezüchtet und auch gern als Kobe-Rinder bezeichnet, allerdings darf die Bezeichnung Kobe-Rind nur für Wagyūs verwendet werden, die tatsächlich aus der Region Kōbe in Japan stammen.

Hochwertiges Zuchtfleisch

Das Fleisch des originalen Wagyū ist eines der hochwertigsten überhaupt. Zum einen liegt es daran, dass es im Verlauf der Aufzucht bis zur Schlachtung keine prophylaktische Antibiotikabehandlung erhält und keiner Behandlung mit Wachstumshormonen unterzogen wird. Zum anderen hat es im Falle der Freilandhaltung bei einer langsamen Mast eine viel ausgewogenere Ernährung als im Stall aufgezogene Rinder. Das Fett- und Proteinverhältnis ist generell sehr gleichmäßig verteilt. Im Vergleich zu herkömmlichem Rindfleisch hat das Fleisch der Wagyū Rinder eine sehr feine Marmorierung. Sie trägt bei der Zubereitung zum großen Teil zu dem besonderen Geschmack bei. Diese Maserung ist teils genetisch bedingt und teils das Ergebnis einer sehr individuellen Pflege der Tiere. Es gibt sogar Züchter, die ihre Rinder beispielsweise regelmäßig massieren, um die Bildung der Maserung zu unterstützen.

Luxusfleisch auf Sukiyaki-Art

Ein Kilo gewöhnliches Rindfleisch liegen momentan preislich bei etwa vierzig Euro. Das Kilo Wagyū kann mehr als 1.000 Euro kosten. So kann eine Portion in einem Feinschmeckerrestaurant schon mal 150 Euro kosten. Die Zubereitung selbst ist meist relativ unspektakulär. Wie bei allen Fleischsorten gilt, je langsamer die Garung, desto besser.

Bei der Sukiyaki-Art wird das Fleisch in hauchdünne Scheiben geschnitten. Es wird in der Grillpfanne mit Zucker und Sojasoße belegt und mit etwas Fett angebraten. Später wird das Fleisch in ein rohes verquirltes Ei getunkt. Dazu wird reichlich Gemüse als Beilage serviert. Es kann aber auch ganz ohne Fett oder weitere Zutaten kurz von beiden Seiten 30 Sekunden scharf angebraten werden und dann bei 70 Grad im Ofen ein paar Minuten durchgegart werden. Anschließend wird es kurz mit einer Prise Salz bestreut, filetiert und direkt serviert. Geschmacklich ist das Fleisch unvergleichlich zart, saftig und aromatisch.